Australien
unserer Route:
39.
Nullabor, Wave Rock, Perth, Sandy Cape
16. bis 31. Januar 2026
Σ km 54.978

Der Jetty (die Landungsbrücke) von Ceduna bei Tagesanbruch.
20.01.2026
Auf dem Campingplatz im netten Ceduna sind wir noch zwei weitere Nächte geblieben, haben etwas an Bertha gearbeitet, noch den leckeren, vor Ort gefangenen, 'King George Whiting' (Sillaginodes punctatus) verkostet und uns ausgeruht.
Über Penong, mit der sehenswerten Windradsammlung, sind wir zu einem Aussichtspunkt an der beginnenden Steilküste gefahren, wo wir übernachteten. Schon hier toller Blick auf ebendiese.
Am folgenden Tag über die Nullarbor-Ebene (Kein Baum- ) gefahren, eine weit ausgedehnte Karstwüste, mit rund 200.000 Quadratkilometern das größte Stück Kalkstein der Welt. Dabei die 'Scenic Lookouts Number 1 bis 3' plus weitere inoffizielle besucht. Fantastische Kliffküste, dagegen anrollend das Meer in unterschiedlichen blauen Farbtönen. Übernachtet dann kurz vor der Grenze zu West Australien (WA).
Heute kurze Quarantänekontrolle, man darf z. B. kein Gemüse, keine Früchte, keinen Honig, keine Samen einführen. Kein Problem, die freundliche junge Norwegerin(!) war uns wohl gesonnen. Beim Grenzübertritt haben wir wieder 2,5 Stunden gewonnen, die wir bei der Ausreise aus WA ins 'Northern Territory' (2 h) und später nach 'South Australia' (0,5 h) verloren hatten. Später noch ein Stück auf Australiens längster schnurgerader Straße (147 km) gerollt und nach insgesamt gefahrenen 400 km auf einen freien Übernachtungsplatz abgebogen.

Schönes kleines Städtchen mit gutem Campingplatz und allem, was man braucht.
Prächtige Aurakien am Strand und im Ort.

Das Fahrzeug einer netten fünfköpfigen Familie. Der große Wohnwagen dazu steht auf dem Campingplatz.

Das wunderbare 'Windmill (Windmühlen) Museum' in Penong.

Immer wieder sieht man auch heutzutage noch Exemplare, die in Gebrauch sind und fleissig Wasser pumpen.

Kamele, Kängurus und Wombats.

Hier noch durch üppige Vegetation, dann über die 'Nullarbor (lat. für kein Baum) Plain (Ebene)'. Eine riesige Karstfläche.

Das 'Nullarbor Roadhouse'.
Auf über 1.100 km gibt es zwischen Penong und Norseman keine weiteren Ortschaften, "nur" einige Raststätten.

Diese beeindruckende, bis zu 120 m hohe, Steilküste, die 'Bunda Cliffs', erstreckt sich über 160 km entlang der 'Nullarbor Plain' und ist damit die längste ununterbrochene
Meeresklippenlinie der Welt.

Wir übernachten an einem Aussichtspunkt, ziehen uns aber wegen des starken Windes gegen Abend etwas von der Kante zurück.

Ein weiterer Lookout, mit Blick nach Osten und Westen.

Nullarbor-Gänseblümchen (Brachyscome tatei)

Eine weitere Übernachtung kurz vor der Grenze nach Westaustralien.

Irgendwann geht es dann 90 Meilen (146,6 km) schnurgeradeaus!
27.01.2026
Wir sind wieder zurück in Perth, doch der Reihe nach:
Zunächst weiter auf dem 'Eyre Highway' bis Norseman und dann 300 km, davon 220 km Gravelroad, direkt nach Hyden. Auf Asphalt wären es 360 km mehr gewesen.
Wir waren dort zwei Tage, sind im großen Pool mit über 30% Salzgehalt "geschwebt" und haben den berühmten 'Wave Rock' (Wellenfels) bestaunt.
Über das hübsche York, mit dankeswert freiem Übernachtungsplatz und u. a. Besichtigung der 'York Holy Trinity Church' (Heilige-Dreifaltigkeit-Kirche), ins benachbarte Northam. Auch hier schöner kostenloser Stellplatz für autarke Fahrzeuge, den wir zwei Nächte genutzt haben.
Hier sind wir vor fast einem Monat durchgekommen, auf dem Weg zur 'Great Central Road'.
Gestern großer Feiertag: 'Australian Day'. Der wurde ganz zwanglos begangen, typisch australisch, auf einer Parkwiese mit kostenlosen Würstchen, Eis, kleinem "Streichelzoo" und Livemusik.
Und noch etwas Charakteristisches: Auf dem dortigen Aldi-Parkplatz kam heute ein Mann auf Bertha zu, schüttelte mir die Hand, hieß mich in Australien willkommen und enteilte wieder.
Wir sind dann noch bis Perth gerollt und haben erst einmal im 'Central Caravan Park' unser Lager aufgeschlagen.

In Norseman gibt es eine kleinere Goldmine und einen Verkehrskreisel mit Wellblechkamelen.

Gute Burger in einem thailändischen Restaurant dortselbst.

Der große 'Lake Johnston'.

Gimlet-Bäume (Eucalyptus salubris)

Runde Mittagsblume (Disphyma crassifolium subsp. clavellatum)

Gleich nebenan der 'McDermid Rock', eine der großen Granithalbkugeln, die sich hier vereinzelt und wundersam aus der Ebene herausheben.

Trotz der Hitze steigen wir hinauf zum "Gipfel".

Die 'Breakaways' (Aus-, bzw. Abbrüche), spektakulär und farbenfroh.

Blüte eines Eukalyptusbaumes, wahrscheinlich
eines Tuart Gums (Eucalyptus gomphocephala).

Der hohe Salzgehalt in diesem Pool lässt Ulrike schweben.

Nach dem Bad und gründlichem Abduschen lässt sie die Drohne schweben.

Der 'Lake Magic' (Zaubersee), der den Pool mit Salzwasser speist.

Der einzigartige 'Wave Rock' (Wellenfels), 110 m lang und 15 m hoch.

Afrikanische Schmucklilie (Agapanthus), invasives Unkraut.

So machen wir unseren Kaffee: Frisch mahlen und aufbrühen.

Pfanne mit Butterchicken und Brokkoli, dazu Reis aus dem Schnellkochtopf.

Das 'Draught Horse (Brauereipferd)' in Narembeen vom Metallkünstler Jordan Sprigg.

Der 'Angusbulle' in Quairading vom gleichen Künstler, gefertigt aus einer halben Tonne ausrangierter Werkzeuge, Maschinenteile und landwirtschaftlichem Schrott.

Der farbenwechselnde 'Pink Lake' (Rosa See) in der Nähe.

Das schöne York, wo wir eine Nacht bleiben.

Die dortige 'Holy Trinity Church' von 1858 mit alter interessanter Orgel.

Zitroneneukalyptusbaum (Corymbia citriodora)

Haubenenten

Weißwangenreiher (Egretta novaehollandiae)

Ein Pärchen Augenbrauenenten (Anas superciliosa)

Australischer Pelikan am 'Avon River (Fluss)' in Northam.

Nach exakt 27 Tagen und über 5.500 km "Rundfahrt" erreichen wir wieder Perth.
31.01.2026
Mit dem Bus in knapp einer halben Stunde direkt ins Zentrum von Perth gefahren, die Kunstgalerie von Westaustralien angesehen und noch etwas im Zentrum herumgelaufen, bis die Füße weh taten.
Wir schauen uns in der 'Art Gallery of Western Australia' (AGWA) um:

'Love addict', Installation der Italienerin Paola Pivi, bestehend aus 999 Harzschalen, gefüllt mit farbiger Flüssigkeit (2025).

'Stand' des Briten Antony Gormley (2023). Ja, diesen Künstler hatten wir schon: Cuxhaven, Canberra, Lake Ballard.

Keramiken der Australierin Pippin Drysdale aus ihrer Serie 'Breakaway' (um 2022).

'Down on his luck' (Er hatte Pech) des Australiers Frederick McCubbin (1889).

Und noch einmal Paola Pivi mit der fabelhaften Skulptur 'Ma'am' (2016).

'Sandy Cape', ein Landschaftsbild der Deutschen Ulrike Wolf (2026).

Dort erholen wir uns ein paar Tage von unserem langen Ausflug ins 'Rote Zentrum'.